Sept. 2021: Ökofinanz-21 – das Netzwerk für nachhaltige Vermögensberatung ist volljährig

2003 war die Geburtsstunde von ökofinanz-21 e. V., dem bundesweit tätigen Netzwerk von nachhaltigen Beraterinnen und Beratern. Eine Handvoll freier Berater gründete einen Verein, um sich regelmäßig zu den Themen Ethik und Nachhaltigkeit auszutauschen. „Der Name ist seit 18 Jahren Programm: ‚ökofinanz-21, Netzwerk für nachhaltige Vermögensberatung’“, erklärt Gründungsmitglied Ingo Scheulen. Seitdem ist viel passiert: Das Netzwerk ist auf 61 aktive Mitglieder gewachsen und wird von 14 Fördermitgliedern, darunter EthikBank, Swisscanto Asset Management International und Raiffeisen Capital Management, unterstützt.

Die Aufgaben des Netzwerks

In den ersten Jahren stand die Sichtung des Marktes in Bezug auf Finanzprodukte, die für eine werteorientierte Finanzberatung in Frage kommen im Vordergrund, sowie der Austausch von Knowhow für die Alltagspraxis. Der findet bis heute auf Arbeitstagungen und in regelmäßigen Workshops statt, zu denen auch externe Expert*innen als Referent*innen eingeladen werden.

Nach der Finanzkrise von 2008 kamen zunehmend grundlegende Fragen hinzu: Welche Mindestanforderungen müssen Finanzprodukte erfüllen, damit sie glaubwürdig sind und von den Mitgliedern des Netzwerks vermittelt werden können? Welche Wirkung kann mit der Lenkung von Geldströmen erzielt werden?

„Auf unseren Anstoß hin wurde zum Beispiel 2010 ein Prozess beim Dachverband Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) angestoßen, der zu einer frei verfügbaren Datenbank für nachhaltige Investmentfonds führte“, berichtet Ingo Scheulen. „Inzwischen sind dort rund 300 Fonds erfasst, die nach Kernfragen der Nachhaltigkeit sortiert und ausgewählt werden können.“

„Die existenziellen Herausforderungen im 21. Jahrhundert haben die Welt des Geldes erreicht“, ist Marcus Brenken, der Vorstandsvorsitzende von ökofinanz-21, überzeugt. „Das Pariser Klima-Abkommen und die UN-Entwicklungsziele (SDG) sind Zeichen dafür, dass es kein Luxusthema ist, wenn wir uns mit umfassender Nachhaltigkeit befassen und Lösungen bauen. Hier sehen wir uns bei ökofinanz-21 als Vermittler im doppelten Sinn. Die Initiative der Europäischen Union für einen ‚Action Plan for Sustainable Finance’ bringt einen gewaltigen Schub. Wir schalten uns in die Debatte um die Umsetzung ein – und werden immer öfter gehört.“

Die Wirksamkeit

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Mainstream – von Impact bis Greenwashing“ beleuchteten die Nachhaltigkeits-Expert*innen von ökofinanz-21 auf ihrer letzten Tagung im Juni 2021, was aktuell auf dem Markt der nachhaltigen Geldanlagen passiert, welche Rolle der Sustainable Finance Prozess auf EU-Ebene spielt und welchen Beitrag das Netzwerk leisten kann, um die Mitglieder in diesem Prozess zu begleiten und die Nachhaltigkeit im Finanzsektor zu etablieren. Das Fazit fasst Marcus Brenken zusammen: „Bisher greifen die Komponenten der EU-Regulatorik mit Offenlegungsverordnung, der kommenden Taxonomie und Änderungen der Finanzmarktrichtlinie nicht ineinander. Die Regulatorik ist zwar ein Treiber des Themas, aber Begrifflichkeiten der nachhaltigen Geldanlage können weiterhin besetzt und benutzt werden, um eher werbe- als zukunftswirksam zu sein.“

Die Herausforderungen für ökofinanz-21 besteht daraus folgend darin, in dem rasant wachsenden Markt für nachhaltige Geldanlagen die Investments zu identifizieren, die mit einer zukunftsorientierten Ausrichtung, den entscheidenden Unterschied machen: „Wir wollen unser Profil weiter schärfen, Tools und Ratings identifizieren und bekannter machen, mit denen Vermögensanlagen als wirklich nachhaltig eingeordnet und bewertet werden können.“ Mit dem FNG arbeitet ökofinanz-21 schon lange eng zusammen und hat eines der wichtigsten Siegel im Finanzsektor mit entwickelt, das sich inzwischen als Qualitätsstandard für Nachhaltige Geldanlagen etabliert hat.

„Wir werden, weil wir seit vielen Jahren den ganzheitlichen ‚ESG-Blick’ haben, eine Art Wächterfunktion einnehmen in dem für viele undurchschaubaren Finanzmarkt. Dafür werden wir weiterhin unser Profil schärfen und stetig professionalisieren“, erklärt Marcus Brenken.

Weitere Informationen unter www.oekofinanz-21.de

Kontakt für Presseanfragen:

Marcus Brenken, Vorstandsvorsitzender ökofinanz-21

Im Weiher 11

D-70794 Filderstadt

Tel. +49 (0) 7158 – 1758 725

info@marcus-brenken.de

Ingo Scheulen, Kommunikationsbeauftragter ökofinanz-21

Asperheide 1

D-32107 Bad Salzuflen

Tel. +49 (0) 5222 – 97 77 91

scheulen@oekofinanz-21.de

Über ökofinanz-21 e.V. – Netzwerk für nachhaltige Vermögensberatung

ökofinanz-21 wurde im Jahr 2003 von Ingo Scheulen und Jürgen Döppeler gegründet als Netzwerk unabhängiger Finanzberater*innen mit den Schwerpunkten Vorsorge, Vermögen und Finanzierungen. Das Ziel von ökofinanz-21 e.V. ist es, die Netzwerkmitglieder bei Ihrer Beratungstätigkeit im Bereich der nachhaltigen Vorsorge- und Vermögensberatung zu unterstützen und ethisches und nachhaltiges Investment bei einem größeren Publikum bekannt zu machen. Das Netzwerk fordert, Fragen nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien zum obligatorischen Bestandteil des Beratungsprozesses zu machen. ökofinanz-21 versteht sich als Lobby für Nachhaltigkeit an der Schnittstelle zwischen Verbrauchern und Produktgebern.

ökofinanz-21 e.V., Netzwerk für nachhaltige Vermögensberatung

Geschäftsstelle:

Frundsbergstr. 23 Rgb

D-80634 München

Tel. +49 (0) 89 – 124 138 515

office@oekofinanz-21.de

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