Nachhaltige Altersvorsorge: Thema unseres Herbst-Workshops in Erfurt

Wir laden zum zweiten Mal in diesem Jahr alle Mitglieder und interessierte Berater zu unserem diesjährigen Herbst-Workshop ein. Das Thema des Workshops lautet: Wie sieht nachhaltige Altersvorsorge heute und in Zukunft aus?  Aufgrund der seit Jahren andauernden Finanzkrise scheinen die rosigen Zeiten der Lebensversicherer in Deutschland zu Ende zu gehen. Stetig fallende Garantiezinsen, fallende Überschussrenditen und Intransparenz der Anlagepolitik sind nur einige wenige Punkte, die zu immer weniger Attraktivität der Lebensversicherung führen. Doch eine regelmäßige, planmäßige Vorsorge bleibt notwendig, wenn am Ende des Arbeitslebens nicht die Altersarmut stehen soll. Wir wollen in Erfurt beispielhaft einige Produktanbieter zu Wort kommenlassen und […]

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Ba(h)r jeder Vernunft: die geförderte Pflege-Zusatzversicherung

Der Bundestag hat am 29.06.2012 beschlossen, eine neue geförderte Pflegezusatzvorsorge zu etablieren. Nach Vorlage des von Daniel Bahr (FDP) geführten Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) dürfen Versicherer, die diese neue geförderte Pflegezusatz-Versicherung (PZV) anbieten, Antragsteller aufgrund gesundheitlicher Risiken nicht mehr ablehnen. Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge darf es auch nicht geben. Der Umfang des Versicherungsschutzes soll individuell vereinbart werden können, mindestens aber eine monatliche Pflegerente von 600 EUR – bei Schwerstpflegebedürftigkeit. Dies betrifft nur jede achte pflegebedürftige Person.[1] Um die Beiträge (anfangs) niedrig zu halten, ist keine Altersrückstellung vorgesehen. Das bedeutet, entsprechend der demografischen Entwicklung werden die Beiträge unvermeidlich steigen. Somit ist das […]

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Nach Rio+20: neue Studie zeigt erheblichen Anstieg des Meeresspiegels in einer Welt mit zwei Grad Erwärmung

Nachdem der UN-Gipfel „Rio+20“ mit eher bescheidenen Ergebnissen beendet wurde, zeigt eine neue Studie, dass mit einem Anstieg der Meere um mehrere Meter zu rechnen ist, wenn die globale Erwärmung fortschreitet. Die neue Studie, welche in „Nature Climate Change“ veröffentlicht wurde, untersucht erstmals einen langfristigen Zeitraum bis zum Jahr 2300. Dabei kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass selbst bei einer Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius, der globale mittlere Meeresspiegel weiter ansteigen und bis zum Jahr 2300 um 1,5 bis 4 Meter steigen kann. Die daraus resultierenden Folgen sind erheblich: „Für New York City zum Beispiel wurde gezeigt, […]

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Nachhaltigkeit transparent machen

Nach 2 Jahren Vorarbeit war es gestern soweit, ganz bewusst am „Aktionstag Nachhaltigkeit“: Der erste Aufschlag für mehr Transparenz bei nachhaltigen Investmentfonds ist getan. Mit der FNG-Matrix und dem FNG-Nachhaltigkeitsprofil für Fonds wurde ein Handwerkszeug entwickelt, mit dem eine Vorsortierung anhand von Kernfragen zur Nachhaltigkeit möglich ist. Die Informationen dazu finden sich auf der Web-Seite des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG): https://www.forum-ng.org/de/fng/aktivitaeten/168-orientierungshilfen-fuer-nachhaltiges-anlegen.html Wir werden von unserer Homepage aus drauf verlinken. Jede/r ist eingeladen, das ebenfalls zu tun. Manches ist sicher noch verbesserungsfähig. Wir wollten aber nicht warten, sondern endlich an den Start gehen. Ohnehin handelt es sich um einen fortlaufenden Prozess. […]

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Nachhaltigkeitsfonds: Verpackung und Inhalt müssen stimmen

Anfang April wurde eine Studie veröffentlicht, in der Nachhaltigkeitsfonds auf die Einhaltung von ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien untersucht werden. Die Studie wurde initiiert von der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen.  Analysiert wurden  10 Investmentfonds von den insgesamt rd. 300 in Deutschland zugelassenen Fonds, die für sich reklamieren, Kriterien der Nachhaltigkeit zu beachten. Das Ergebnis der Studie zeigt: die Mehrheit der untersuchten Fonds enthalten trotz Nachhaltigkeits-Screening Titel aus den Branchen Atomkraft, Rüstung, Öl-und Gasexploration. Das Ziel der Anleger, gerade durch ein Investment in Nachhaltigkeitsfonds eine Kapitalanlage in die obigen „Gift-Branchen“ zu vermeiden, wurde  verfehlt.  Da lediglich 3% der Nachhaltigkeitsfonds untersucht wurden, ist […]

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Populismus statt Fachkunde. Verbraucherschutz muss man richtig machen

Die SPD-Fraktion im Bundestag hat eine Gesetzesinitiative eingebracht, mit der die Honorarregelung für Finanzberater als  Standard durchgesetzt werden soll. Begründet wird dies hauptsächlich damit, dass nur so eine verbrauchergerechte Beratung gewährleistet werden könne. In dem 12-Punkte-Papier werden Eckpunkte für die Etablierung des Berufsbildes „Honorarberater“ formuliert. Abgesehen von einigen gravierenden fachlichen Schwächen des Gesetzentwurfs, auf die weiter unter noch eingegangen wird, müssen wir als Verband unabhängiger  Berater/innen Einspruch erheben.

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Europa ist (uns) teuer

Das Krisenkarussell ist erneut in Fahrt gekommen. Die Finanzmärkte beweisen täglich eindrucksvoll, wie sehr sie sich von der realen Wirtschaft abgekoppelt haben. Dabei greift es zu kurz, die Schuld allein den Banken zuzuweisen. Ebenso falsch ist das wohlfeile Politiker-Bashing, die nichts auf die Reihe kriegen. Und auch das Lamento über die unersättliche Gier der Reichen beschreibt nur eines von mehreren Symptomen der chronischen Krankheit unseres Systems. Solange es Wachstum gibt, solange alle Akteure im großen Spiel mitmachen, solange sich die überschuldeten Staaten und die unterfinanzierten Banken noch halbwegs trauen und sich gegenseitig Kredit geben und für einander bürgen, solange funktioniert […]

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Mikrofinanzen – Die andere Antwort auf Armut und Entwicklung

2006 wurde der Friedensnobelpreis an den Muhammad Yunus und die von ihm gegründete Grameen-Bank verliehen. Erst dann nahm man hierzulande wahr, dass sich seit Jahrzehnten eine alternative Entwicklungsfinanzierung entwickelt hatte. Karitative, kirchliche und andere Non-Profit-Organisationen begleiten seit langem Wege aus der Armut – unabhängig vom Wohl und Wehe der Entwicklungshilfe aus den Industriestaaten. Mikrofinanzinstitute gehen noch einen anderen Weg. Mit sozialem Engagement, Bildung und letztlich auch Geld können sich arme Menschen eine eigene wirtschaftliche Existenz aufbauen. Ganz überwiegend sind es Frauen, oft in Kooperativen, die über Kleinstkredite einen Zugang zum nötigen Geld bekommen. Da die Kreditvergabe mit Beratung und sozialer […]

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