Durchbruch in Brüssel: für nachhaltige Finanzen. Es geht voran!

Die Verhandler aus dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Europäischen Kommission haben sich am 7. März 2019 auf einen “Verordnungsvorschlag zur Offenlegung von Informationen über nachhaltige Investitionen und Nachhaltigkeitsrisiken” geeinigt. Kurz zuvor sah es noch nicht danach aus. Vor allem aus Deutschland gab es Widerstände dagegen, dass alle Akteure an den Finanzmärkten ihre Kriterien der sozialen, ethischen und ökologischen Nachhaltigkeit und deren Wirkung (Impact) offenlegen sollen, nicht nur diejenigen, die sich bisher schon dazu bekennen.

Dies hätte einen Rückschritt bedeutet. Denn die Initiative der Kommission für einen Aktionsplan Sustainable Finance sieht vor, den Gesamtmarkt weiter zu entwickeln. Im Unterschied zu anderen Handlungsfeldern sehen wir diese Aktivitäten auf europäischer Ebene grundsätzlich positiv – bei aller Kritik im Detail, die wir mit anderen Organisationen vorgetragen haben.

Der Weg bis zur Umsetzung ist jedoch lang und manche Barrieren sind noch ausräumen. Vereinfacht gesagt geht es um nicht weniger als die Verpflichtung auf das Gemeinwohl – vor dem Primat der Profitmaximierung. Es verwundert nicht, dass es erhebliche Widerstände gibt. Wir erleben es gerade in der Debatte um den Wohnungsknappheit und Mietwucher.

Wenn die vereinbarten Ziele zur Nachhaltigen Entwicklung der Agenda 2030 keine unverbindlichen Verabredungen bleiben sollen, dann müssen alle, die mit Geld etwas bewegen, dazu einen wirksamen Beitrag leisten. Wirksam und nachprüfbar. Das Signal aus Brüssel ist ein hoffnungsvolles Zeichen, damit allmählich die Geldströme in eine andere Richtung gelenkt werden.

Ein Grund mehr, sich für das Projekt Europa einzusetzen. Zum Beispiel am 26. Mai.

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