Beispiele

Wir müssen ausdrücklich betonen:

ökofinanz-21 ist ein Interessenverband und keine Beratungsfirma!

Wir geben keinerlei Anlageempfehlungen. Die nachfolgenden Beispiele sollen lediglich veranschaulichen, dass Rentabilität und soziale und ökologische Verantwortung sich nicht ausschließen, sondern auf lange Sicht auch den erfolgreicheren Weg darstellen.

 

Erneuerbare Energien

Anfangs belächelt als Spinnerei von Ökos auf den Lande, hat sich die Windkraft als wichtiger Bestandteil auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Energieversorgung etabliert. Während die guten Plätze in Deutschland mittlerweile fast alle besetzt sind, geht es in die nächste Phase: das Repowering.

Ältere und kleinere Windräder werden, wo es möglich ist, ersetzt durch modernere, leistungsstärkere Anlagen. Ein paar beeindruckende Zahlen des Bundesverbandes Windenergie über den Stand Mitte 2007 in Deutschland:

  • Installierte Leistung: 21.283 MW
  • Anzahl der Anlagen: 19.024
  • Jahresenergieerzeugung (in 2006): 30,6 Mrd kWh
  • Anteil am Stromverbrauch: 5,7 %
  • Jährliche CO2-Einsparung: 26,1 Mio t

73.800 Arbeitsplätze und ein stetig wachsender Export zeigen darüber hinaus, dass hier ein Wachstumsmarkt entstanden ist.

Weitere Quellen erneuerbarer Energien werden immer wirtschaftlicher genutzt oder neu entdeckt: Sonne, Biomasse, Wasser, nachwachsende Rohstoffe, Erdwärme.

Durch neue Verfahren und neue Verbundnetze entstehen so neue Wertschöpfungsketten, zu denen Privatanleger in ganz entscheidendem Umfang beitragen.

Ökologie und fairer Handel

Anfang der 70er Jahre gab es den ersten direkt vermarkteten Kaffee aus Nicaragua und Guatemala in kleinen Dritte-Welt-Läden zu kaufen.

Aus einer Aktionsidee von entwicklungspolitischen Solidaritätsgruppen ist inzwischen das GEPA Fair Handelshaus geworden. Ökologisch und zu menschenwürdigen Bedingungen angebaute und verarbeitete Produkte aus Entwicklungsländern haben ihren Markt in der „Ersten Welt“ gefunden.

Die amerikanische Kaffeehaus-Kette Starbucks vermarktet inzwischen nur noch fair und biologisch angebauten Kaffee und engagiert sich vorbildlich für ein anderes Wirtschaften.

Schonung natürlicher Ressourcen

Vieles, was wir im täglichen Leben verbrauchen, ist zu schade zum Wegwerfen. Nicht nur, weil wir bald keinen Platz mehr auf unserer Erde für den ganzen Müll haben und weil wir nicht alles verbrennen müssen (andere nennen es „thermisch verwerten“).

Im Abfall stecken Wertstoffe, die wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. Zwar wird auch viel dreckiges Geld mit unserem Dreck gemacht. Wir beschäftigen uns lieber mit positiven Lösungen.

Tomra Systems ist ein Unternehmen aus Norwegen, das sich vom Pionier für Wertstoffrecycling zur Weltfirma entwickelt hat. Nach eigenen Angaben benutzen täglich weltweit 5 Millionen Verbraucher TOMRA Leergutrücknahme-Systeme in über 50.000 Geschäften.

Grontmij ist eine niederländische AG mit Firmen in mehreren europäischen Staaten. Das besondere Know-how liegt im multidisziplinären Angebot von Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen.

Wiedernutzbarmachung brach liegender Industrieflächen gehört u.a. zur ganzheitlichen Kompetenz der 7.000 Mitarbeiter/innen.

Eine andere Welt ist möglich: Mikro-Finanzierung

2006 bekam ein den meisten unbekannter Mann aus Bangladesh den Friedensnobelpreis:
Muhammad Yunus.

In den 70er Jahren machte der Wirtschaftsprofessor aus einer Idee eine große Bank für kleine Leute. Das Prinzip oder „die Geschäftsidee“: Die Grameen-Bank (=Dorf-Bank) verleiht Kleinstkredite an mittellose Bauern, Frauen, Arbeitslose und Genossenschaften, die damit ein bestimmtes Projekt oder ein Geschäft aufzubauen.

Die Kreditvergabe erfolgt nicht auf der Grundlage von bei uns üblichen „Sicherheiten“, sondern durch soziale und ökonomische Begleitung und Kontrolle durch die Dorf- oder Stadtteilgemeinschaft. Keine deutsche Sparkasse oder Geschäftsbank würde so arbeiten. Und trotzdem ist das Modell aus Bangladesh erfolgreich, denn über 95% der Kredite werden pünktlich zurückgezahlt.

In vielen anderen Entwicklungsländern mit bitterer Armut entstanden gleichartige Mini-Kreditbanken. So wurde bereits mehreren Hunderttausend Familien zu einer wirtschaftlich soliden Existenz verholfen.

Ökofinanz-21 gehörte Anfang 2006 zu den wenigen, die beim Vertrieb der Anleihe der deutschen Partnerorganisation IPC GmbH geholfen haben.